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Selbständig als Student: Was gibt es zu beachten?

Viele Studenten verdienen sich noch etwas nebenbei hinzu und nicht wenige davon machen sich selbständig. Die Vorteile dabei sind recht simpel: der eigene Chef, flexible Arbeitszeiten und erhöhte Motivation, das meistens das eigene Hobby der Start in die Selbständigkeit ist. Doch vor dem Start des eigenen Gewerbes gibt es einiges zu beachten. Auf die wichtigsten Punkte möchte ich im folgenden Artikel eingehen.

BAföG

Ein großer Teil der Studenten bekommt während dem Studium ein wenig Hilfe durch Vater Staat in Form des allseits bekannten BAföGs. Geht man als Student der das Fördermittel bezieht nebenbei arbeiten, darf die 400€-Grenze im Monat nicht überschritten werden. Genau so verhält es sich bei der Selbständigkeit neben dem Studium. Der Gewinn darf nicht höher als 400€ ausfallen, der Umsatz dagegen schon (Umsatz – Ausgaben = Gewinn). Zumindest in diesem Punkt hat der Student einen ziemlich “großen” Freiraum, da, nach Aussage der Ansprechpartnerin der BAföG-Stelle, lediglich auf den Gewinn geachtet wird.

 

Sozialversicherung

Anders verhält sich da bei der Sozialversicherung. Auch wenn auf der Seite Bundesministerium für Wirtschaft und Energie nichts Explizites bezüglich des Umsatzes steht, kann es, je nach Krankenkasse, Einschränkungen geben. Die meisten Studenten dürften noch über ihre Eltern familienversichert sein und zahlen daher keine Beiträge. Damit dies bis zur Vollendung des 25. Lebensjahr auch weiterhin der Fall ist, muss man hier etwas andere Grenzen beachten. Machen wir gleich mit dem Geld weiter. In meinem Fall beträgt die Obergrenze des Umsatzes 450€, wohingegen der Gewinn “nur” 385€ betragen darf, damit ich nicht aus der Familienversicherung gestoßen werde. Abgesehen davon wird bei der Krankenkasse noch darauf geachtet, dass 1.) das Studium weiterhin im Vordergrund steht und 2.) die Arbeitszeit maximal 20 Stunden in der Woche beträgt. Damit man als angehender Kleinunternehmer keinen Fehler macht, empfehle ich eine persönliche Kontaktaufnahme zu der eigenen Krankenkasse.

 

Gewerbeanmeldung

Nachdem diese zwei Punkte bezüglich des BAföG und der Sozialversicherung geklärt wurden, widmen wir uns letztendlich der Gewerbeanmeldung. Diese nimmt nicht viel Zeit in Anspruch und bedarf lediglich dem ausgefüllten Formular und zwischen 20 – 30 Euro für die Bearbeitungsgebühr. Da ihr nach der Anmeldung allerdings keinen wirklichen Nachweis besitzt, empfehle ich noch zusätzlich einen Nachweis erwerben, was sich die Stadt auch verhältnismäßig viel kosten lässt. In meinem Fall waren es 7,50 Euro für eine DIN A4-Seite. Zum Zeitpunkt der Gewerbeanmeldung könnt ihr noch nicht bestimmen, ob ihr ein Kleingewerbe betreiben möchtet oder nicht. Dies geschieht erst, nachdem das Finanzamt sich mit euch in Verbindung gesetzt habt, was ca. 4 Wochen nach Einreichung der Gewerbeanmeldung passiert.

 

Abgesehen davon gibt es natürlich noch Freibeträge zu beachten, die aber in meinem Beispiel eher weniger interessieren. Grund dafür ist, dass diese höher als die Grenzen für BAföG und Sozialversicherung sind, die ich bisher nicht überschreiten will, geschweige denn kann.
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